Wie man Konflikte mit den Kollegen im Home-Office klärt.

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Da in letzter Zeit viele Artikel zum Thema Remote Arbeiten und Home-Office erschienen sind, beschäftigt sich dieser Beitrag mal mit dem Thema Konflikte lösen mit Remote Kollegen.

Wir hören oft, dass es aus diversen Gründen häufig Konflikte mit Kollegen gibt, die Remote arbeiten. Teils ist es ja schon schwer Konflikte zu lösen, selbst, wenn man Tag ein Tag aus mit den Kollegen in einem und dem selben Büro sitzt. Konflikte mit Kollegen, die evtl. am anderen Ende der Welt sitzen und die man nur via Skype oder Teamviewer zu Gesicht bekommt zu lösen, ist umso schwieriger.

Kommunikation via Email schafft meist noch mehr Probleme, da z.B. Ironie falsch verstanden kann und sich Menschen leichter angegriffen fühlen oder ggf. Witze nicht als Witz verstanden werden.

Das Harvard Business Review hat vor kurzem einen interessanten Artikel zum Thema gepostet.

Hier wird empfohlen, den direkten Kontakt via Telefon zu suchen, bzw. vorab nach der Verf4gabrkeit für ein ungezwungenes Gespräch zu ersuchen. Wenn du selbst von deinem Remotekollegen genervt bist, ist es gut möglich, dass er oder sie es auch ist. Ebenso ist es gut denkbar, dass dein Gegenpart die Lage ganz anders einschätzt, so dass es keinen Sinn macht einen Konflikt oder gar Streit heraufzubeschwören. Eine solche Situation muss also viel entspannter angegangen werden.

Ein Gespräch könntest du also wie folgt starten: „Ich kann mir vorstellen, dass Remote zu arbeiten sicherlich schwierig ist, deswegen denke ich, dass wir kurz reden sollten, um zu checken, was wir an der Kommunikation oder den Prozessen noch verbessern können.“

Wichtig ist es hier dem Gegenüber die Möglichkeit anzubieten ebenfalls Feedback geben zu können oder gar Kritik äußern zu dürfen. So drängt man seinen Gesprächspartner nicht direkt in die Ecke, sondern ermöglicht das Entstehen eines Dialogs. Auf diesem Wege lassen sich Konflikte aus der Welt schaffen und beidseitig kann der Respekt beibehalten werden.

Ein weiterer guter Hinweis ist es den Kontakt via Videokonferenz, z.B. via Skype zu suchen, um Mimik und Gestik sehen zu können. So lassen sich Nachrichten bzw. Inhalte viel eindeutiger interpretieren, als wenn es nur via Email oder Telefonat besprochen wird.

Erkläre deinem Gegenüber genau was dich stört, ohne provozierend zu sein. Statt zu sagen „ Du warst sehr unprofessionell…“, sag etwas wie „ Ich habe mich nicht gut gefühlt, als du mich letztens bei meiner Präsentation unterbrochen hast…“. So überbringst du die gleiche Nachricht, aber besser verpackt. Dein Gegenüber hat so die Möglichkeit besser zu reflektieren.

Nachdem du deine Punkte erwähnt hast, solltest du einen „Actionplan“ vorschlagen, um zukünftige Konflikte zu vermeiden. Regelmäßige Catch-ups, z.B. zum Wochenstart- oder Ende eignen sich hier hervorragend.

Natürlich wird es immer Kollegen geben, die sich nicht ändern und auf deine Gefühle keine Rücksicht nehmen, aber selbst die unumgänglichsten Menschen lassen sich biegen, wenn man es vernünftig und sachlich angeht.

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