Gehaltsverhandlung

Wenn es im Vorstellungsgespräch ernst wird, kommt man zum Thema Gehaltsverhandlung. Wie du am cleversten antwortest, verraten wir dir hier.

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Oft wird nach deinem aktuellen Gehalt gefragt, so dass wir als Recuiter oder deine Gesprächspartner bei unseren Klienten einen Anhaltspunkt haben, ob deine zukünftigen Vorstellungen auch realistisch sind. Wenn du bereits gut verdienst und nur eine „kleine“ Steigerung von 5% haben willst, ist es vollkommen legitim das so kommunizieren. Allerdings gibt es viele Kandidaten, die eine saftige Gehaltserhöhung fordern, aber nicht wissen wie sie das rechtfertigen bzw. kommunizieren sollen. Ob so eine Steigerung gerechtfertigt ist, kommt auf den Einzelfall an – z.B. kann es um eine Stelle mit mehr Verantwortung oder an einem „teureren“ Standort gehen. Wie man sich solchen Situation verhält, erklären wir euch anhand von drei Beispielen.

Beispiel eins – du bist mit deinem momentanen Gehalt zufrieden

Solltest du nicht mehr wollen, als du momentan hast verdienst, ist es einfach. Auch wir, als Recruiter, wissen, dass die Wechselmotivation oft mit Geld zusammenhängt. Von daher sei einfach ehrlich. Wenn du uns ausreichende Gründe zur Wechselmotivation nennen kannst, werden wir dir glauben. So sollte es also kein Problem sein wieder im gleichem Rahmen zu verdienen.

Beispiel zwei – Du willst mehr!

Wie verhälst du dich also, wenn du mehr willst? Oder vielleicht sogar glaubst, dass du unterbezahlt bist. Hier ist Vorsicht geboten, denn wir als Recruiter gehen evtl. davon aus, dass es einen Grund gibt warum „so wenig“ verdienst. Vor allem, wenn der Recruiter bereits mit anderen Bewerbern deines Arbeitgebers in Kontakt war und die Gehaltsgefüge kennt. So kann es auch passieren, dass wir als Recruiter oder die Personaler unserer Klienten dich aussortieren, weil man denkt, dass mit dir etwas nicht stimmt (schlechte Leistung, inkompetent etc.).  Am klügsten ist es hier die neue Forderung mit z.B. Erfolgen, Arbeitsproben (Github) oder Arbeitszeugnissen zu untermalen. Auf jeden Fall muss uns ein glaubwürdiger Grund für die Unterbezahlung geliefert werden

Beispiel drei – du kannst dir vorstellen gehaltliche Abstriche zu machen

Hin und wieder haben wir auch Kandidaten, die gehaltlich bereit sind Abstriche zu machen. Hier wieder sehr wichtig uns und unseren Klienten gute Gründe zu nennen.  Keiner verdient gern weniger als zuvor, warum auch? Andernfalls gehen wir und auch unsere Klienten davon aus, dass beim momentanen Gehalt wahrscheinlich gemogelt wurde. Glaubhafte Gründe sind hier beispielweise eine bessere Work-Life-Balance oder evtl. andere Boni z.B. in Form eines Firmenwagens, Kinderbetreuung oder ähnliches, die ein niedrigeres Gehalt anders kompensieren.